Turnusmäßige Revision der Maschine 3 im Biggekraftwerk erfolgreich abgeschlossen

Umfangreiche Überprüfung findet nur alle neun Jahre statt

 

 

Foto1: Blick in den Generator während der Demontage
Foto2: Die Statorwicklung wird aus ihrer Position gehoben, gereinigt, geprüft und anschließend lackiert.
Foto3: Statorwicklung (grau) und Polschuhe der Läuferwicklung (rot) nach erfolgreicher Remontage
(bei Verwendung Quellenvermerk „Foto: Ruhrverband“ angeben):

Mehr als zwei Monate stand die Maschine still, nun ist sie wieder am Netz: Die turnusmäßige Revision der Maschine 3 im Wasserkraftwerk an der Biggetalsperre wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Lister- und Lennekraftwerke GmbH (LLK) als Betreiberin des Wasserkraftwerks hat mit der umfangreichen Überholung, die nur alle neun Jahre stattfindet und dem langfristigen Erhalt der Anlage dient, ein Unternehmen aus Dortmund beauftragt. Beschäftigte der LLK unterstützten und überwachten die Arbeiten.

Nach dem Freischalten der Maschine von Strom, Wasser und Hydraulik und dem Abkuppeln der Spiralturbine vom Generator wurden sämtliche Verrohrungen und der Generator selbst demontiert. Das Traglager wurde überprüft und die Maschine komplett gereinigt. Die Statorwicklung, die Polschuhe und der Läufer des Generators wurden erst mit Trockeneis gereinigt und anschließend neu lackiert. Die Grundüberholung des Schleifkopfes und der beiden Wasserkühler erfolgte im Werk der ausführenden Firma.

Im demontierten Zustand konnten auch die Wasserschnecke und das Francis-Turbinenlaufrad der Maschine 3 eingehend begutachtet werden. Nach der Remontage des Generators und der Verrohrung sowie dem erneuten Ankuppeln der Spiralturbine an den Generator fand zunächst ein Probelauf statt, ehe der Netzbetrieb wieder aufgenommen wurde. Seit Anfang August liefert Maschine 3 nun wieder regenerativen Strom aus Wasserkraft. Insgesamt investierte die LLK rund 105.000 Euro in die Arbeiten.